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7 Forschung

Zu den festen Bestandteilen der Aufgaben des Tierparks Hagenbeck zählen Forschung für Artenschutz und Tierzucht, Examens- und Diplomarbeiten oder Praktika für Studierende. Die Tiere im Wechselspiel mit den ökologischen Faktoren ihrer natürlichen Lebensräume stehen im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Studien. Zucht- und Erhaltungsbemühungen sowie die Optimierung von Haltungsbedingungen bilden einen weiteren Forschungsschwerpunkt.

Elefantenforschung:
Im Tierpark Hagenbeck steht die Forschung an den stark von der Ausrottung bedrohten Asiatischen Elefanten im Vordergrund.
Hagenbecks Elefanten-Park dient als Stätte der wissenschaftlichen Forschung am Elefanten und liefert wertvolle Erkenntnisse über die Haltung dieser Tiere in Menschenobhut, speziell über die Fortpflanzung und den noch wenig erforschten Aggressionszustand des Bullen, der so genannten Musth.
Die Forschung wurde erweitert mit dem Projekt „Elefanten-Park Hagenbeck“, das auf der EXPO 2000 in Hamburg vorgestellt wurde.
Das Projekt sah eine Erweiterung des Geheges vor, wodurch es zu einer ausgedehnten Elefanten-Anlage mit vielseitigen Arealen ausgebaut wurde. Durch die Zusammenstellung einer Zuchtgruppe Asiatischer Elefanten vollbrachte der Tierpark Hagenbeck den Durchbruch in der nach wie vor sehr schwierigen Zucht und Aufzucht dieser gefährdeten Tiere. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Zucht der – durch den Verlust ihres natürlichen Lebensraumes – hochgradig bedrohten Asiatischen Elefanten.
Wichtige Ergebnisse für die Erhaltung dieser Tierart liefern langjährige Studien zur Fortpflanzung von Elefanten. Mit dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Berlin) wurde die weltweit erste Ultraschalluntersuchung am Elefanten im Tierpark Hagenbeck durchgeführt.

Darüber hinaus ist der Tierpark Hagenbeck ein wichtiger Ort für die wissenschaftliche Lehre und Forschung an der Universität. In den vergangenen fünf Jahren entstanden mehr als 50 Examens- und Diplomarbeiten im Tierpark Hagenbeck. Die Durchführung dieser Arbeiten und die Betreuung regelmäßiger Praktika im Park machen Hagenbeck zu einem wichtigen Kooperationspartner der Universität Hamburg. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die Verhaltensbiologen der Universität erstmals eine große, geschlossene Gruppe Großpapageien unter naturnahen Bedingungen beobachten können. Auf Basis der Ergebnisse wird ein Fotokatalog erstellt, der ermöglicht die Tiere anhand ihrer Charakteristiken zu identifizieren.
Des Weiteren wurde das Sozialverhalten der Chinesischen Leoparden nach der Geburt von drei Jungen im Jahre 2001 studiert werden. Im Zuge dieser Untersuchungen wurden sie von der 1 bis zur 13 Woche per Videokamera aufgenommen und von der 13. bis zur 43. Woche erfolgten direkte Verhaltensbeobachtungen. Das Ziel war die Klärung folgender Fragen:
1) Wird eines der Jungtiere von den Eltern bevorzugt?
2) Gibt es Anzeichen von Geschwisterkonkurrenz?
Die Resultate waren, dass keines der Kinder von den Eltern bevorzugt wird, aber sich die Mutter mehr sorgt als der Vater. Außerdem wurde ermittelt, dass Konkurrenz zwischen den Neugeborenen durch Charakter- und Geschlechtsunterschiede hervorgerufen werden.
Eine weitere Studie, die 2004 durchgeführt wurde, beinhaltete die Verhaltensbeobachtungen und DNA-Analysen anhand der Pampashasen, auch Große Maras genannt. Dabei stellte sich heraus, dass diese Tiere sich ein Leben lang treu sind.
Im selben Jahr wurde das Kommunikationssystem von Mandrills eingehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Tiere je nach Verhalten verschiedene Laute von sich geben. Insgesamt konnte man 10 verschiedene laute feststellen. Allerdings hören sich diese bei jedem Mandrill anders an, was man mit Hilfe von Computeranalysen entdeckt hat. Die Funktion der Laute ist wichtig für die Affen, da sie sich auf diese Weise im Dickicht wieder finden können. Diese Studien waren ein großer Erfolg, weil man hofft, dass man mit den Ergebnissen
diese vom Aussterben bedrohte Tierart besser beschützen kann.

In Zusammenarbeit mit dem Kieler Institut für Meereskunde wurden Untersuchungen zur Nahrungsaufnahme und Verdauung der Humboldtpinguine durchgeführt.
Dabei wurden folgende Aspekte analysiert werden:
1) Ermittlung der Zeit zwischen Darmentleerung nach vorangegangener Fütterung
2) Anzahl der Darmentleerungen in Bezug auf die Fütterung
3) Analyse der Ausscheidungen in Abhängigkeit der letzten Fütterung und der Füttermenge
Die Ergebnisse zeigten, dass die Pinguine ihre Verdauungsgeschwindigkeit, z.B. nach dem Nahrungsangebot, anpassen könenn.

Ein weiteres Projekt, das Hagenbeck betreibt, ist die Vergesellschaftung von verschiedenen Tierarten. Hierbei wird alle 15 Minuten festgehalten, wo sich ein Tier aufhält und wie es sich verhält, um die Interaktion unter den Tieren zu analysieren.
Beispiele hierfür sind :
1) Chapman Zebras, afrikanische Strauße und Warzenschweine
2) Rotschild Giraffen, große Kundus und Springböcke
3) Onager, Kamele und Kopfgazellen



12.5.07 16:27
 


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