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tierschützer

15 Meinungen
15.1 Tierschützer
Allgemein bekannt ist, dass Tierschützer häufig die Haltung von Tieren in Zoos kritisieren. So bilden sich viele Vereine, die versuchen auf die Umstände in Tierparks hinzuweisen und ein Import- und Zuchtverbot von Wildtieren fordern. Sie bemängeln hauptsächlich die Gegebenheiten, unter denen die Tiere leben müssen, die gewaltsame Dressur, zum Beispiel von Elefanten, die Tötung von Jungtieren und das Auftreten von Verhaltensstörungen.
In ihrer Arbeit berufen sie sich hauptsächlich auf das Wildtiergesetz, was z.B. besagt, dass Wildtiere ein Recht auf ein artgerechtes Leben und Freiheit haben.
15.1.1 Kritik an der Art der Unterbringung
In erster Linie beklagen sich Tierschützer darüber, dass die Tiere auf engen Raum leben müssen. Die Käfige und Gehege können keine artgerechte Haltung gewährleisten, da sie viel zu klein sind und teilweise sogar eine Verletzungsgefahr für die Tiere besteht. Vor allem in en Wintermonaten müssen die Tiere in winzigen Unterbringungen verharren. Die Tierschützer kritisieren weiterhin, dass der Lebensraum für die Tiere zwar naturgetreu dargestellt wird und für die Besucher daher positiv und überzeugend wirkt, in Wirklichkeit aber können sie die Bedürfnisse der Tiere in keinster Weise befriedigen. Laut Tierschützern könnte man sogar sagen, dass Tierparks nicht für Tiere geschaffen wurden sondern für die Menschen. So werden zum Beispiel häufig noch die Elefanten, die in Freiheit täglich weite Strecke wandern und einen Lebensraum von mehreren Dutzend Quadratkilometern haben, nachts angekettet. Die Kritiker von Tierparks behaupten auch, dass insbesondere Hagenbeck die Besucher täuscht, da er erfolgreich mit einer gitterlosen Tierhaltung wirbt, die Tiere aber für dieses Patent leiden müssen. So werden zum Beispiel die Flamingos durch das Stutzen ihrer Flügel flugunfähig gemacht. Es heißt auch, dass zahlreiche Elefanten, Giraffen, Affen und Nashörner in letzten Jahrzehnten in die Besucherfreundlichen Absperrgräben gestürzt sind, was häufig tödlich endete. Allerdings ist für den Tierpark Hagenbeck ein solcher Fall nicht bekannt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass durch diese Haltung, insbesondere durch den geringen zur Verfügung stehenden Raum und die Monotonie der Gehegegestaltung, Verhaltensstörungen bei den Tieren auftreten können. So dreht sich zum Beispiel der chinesische Leopard im Tierpark Hagenbeck pausenlos um seine eigene Achse.
15.1.2 Kritik an der Tierzucht
Natürlich sind die Tierschützer grundsätzlich für die Erhaltung seltener Tierarten. Allerdings sind viele von ihnen der Ansicht, dass die Zucht in der Weise, wie sie zurzeit in den Tierparks praktiziert wird, zu nichts führt. Ihr Argument ist, dass die mögliche Auswilderung der Tiere, die von de Tierparks als ziel dieses Programms angegeben wird, gar nicht realistisch ist. Nach der Ansicht von Experten sind die gezüchteten Tiere gar nicht in der Lage in der Natur zu überleben, da ihnen durch ihr Leben im Zoo viele Grundlagen fehlen. So können sie zum Beispiel nur unzureichend soziale Beziehungen aufbauen. Auch ihre Instinkte und Sinnesorgane sind nicht ausreichend ausgeprägt, da sie in einem Tierpark häufig nicht von Nöten sind. Weiterhin ist ihr Wanderverhalten oft durch die Gegebenheiten stark eingeschränkt, obwohl es in der Freiheit zum Überleben wichtig wäre. Ein weiterer Kritikpunkt an der Zucht ist laut Tierschützer, dass durch die kleinen Tierbestände und somit geringe Anzahl an Zuchtpartnern keine genetische Vielfalt gegeben ist. Im Allgemeinen ist eine Großzahl der Tierschützer ohnehin der Meinung, dass die Zoos anstatt teure Großprojekte zu finanzieren lieber in die natürlichen Lebensräume investieren sollten, um dort das Überleben der Art sicherzustellen.
15.1.3 Kritik an der angeblichen Jungtiertötung
In den vergangenen Jahren wurde angeregt über die angebliche Tötung von jungen Tieren diskutiert. Meist soll die Tötung der Jungtiere aus reinen Platznöten geschehen sein. Hierbei ist es uninteressant, dass die Tiere gesund sind und keinerlei Gefahr für Artgenossen oder Tierpfleger darstellen. In diesem Fall handelt es sich sowohl um Nachwuchstiere, die in einem Zuchtprogramm das „falsche“ Geschlecht haben, als auch um Jungtiere, die geboren wurden, weil das Bedürfnis der Triebbefriedigung bei erwachsenen Tieren eine höhere Bewertung erfährt als das Lebensbedürfnis des Nachwuchses. Außerdem soll es auch vorkommen, dass ältere Tiere getötet werden, damit jüngere Tiere, die ein Besuchermagnet darstellen, Platz haben. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Kadaver zu Verfütterung dienen. Dieser Vorwurf der Jungtiertötung wurde 2001 auch Hagenbeck insbesondere in Bezug auf den Leoparden- und Paviannachwuchs gemacht. Diesen aber wies der Tierpark-Chef Dr. Hagenbeck zurück und sagte es seien noch nie Tiere aus Überschussgründen getötet worden.
15.2 Eigene Erfahrungen & Berichte von den Besuchern
Aufgrund von Internetrecherchen, eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit Besuchern im Tierpark ergaben sich für uns sehr verschiedene Meinungsbilder bezüglich des Tierparks Hagenbeck.
Im Allgemeinen kann man sagen, dass alle Besucher von der großzügigen, sauberen, zum Erholen einladende Parkanlage beeindruckt sind, jedoch bei Einigen der Eindruck aufkam, dass ein paar Gehege zu klein und dreckig und somit nicht artgerecht seien. Dieser Anschein verstärkt sich noch einmal im Winter, da zu dieser Zeit viele Tierarten nicht ins Freigehege können, was ebenfalls negativ von den Tierparkbesuchern aufgenommen wird, weil es somit natürlich weniger zu sehen gibt. Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Besucher, die die Gehege, insbesondere die Panorama- Anlagen, für wunderschön und groß befinden. Hierbei ist insbesondere das Elefanten- und Orang- Utan- Haus hervorzuheben, die bei allen Befragten gut ankamen. Was uns von allen Befragten bestätigt wurde und was wir auch selbst bemerkt haben ist, das die Beschilderung der Wege im Tierpark unzureichend und teilweise verwirrend ist. Erstens werden die Gehege nur durch ihre Nummer angezeigt, mit der sie in der kostenpflichtigen Broschüre benannt sind. So findet man das Löwengehege zum Beispiel nur, wenn man weiß, dass es die Nummer 41 hat. Der zweite Punkt ist, dass sich das Zurechtfinden auch mit Wegeplan schwierig gestaltet, da kein logischer Rundgang aufgrund der Richtungspfeile zu erkennen ist. Ein weiterer Kritikpunkt vieler Besucher vor allem mit Kindern ist die Gestaltung des Streichelgeheges: viel zu klein und kaum Tiere. Was uns ebenfalls von vielen bestätigt wurde, ist, dass der Zoo sehr altmodisch wirkt und kaum Modernisierungen aufweist. Somit werden häufigere Besuche schneller langweilig und uninteressant. Diese könnten sich sowieso nur Besucher mit einer Dauerkarte leisten, da eine Tageskarte nach Meinungen vieler Besucher viel zu teuer ist und somit ein Besuch zu einem teuren und seltenen Erlebnis wird. Ebenfalls bemängelt wird, dass viele Attraktionen, wie zum Beispiel auch das neue Tropenaquarium, extra kosten, was wiederum nicht in der Dauerkarte enthalten ist.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass viele das Preis- Leistungs- Verhältnis für unzureichend befinden, einen Besuch aber dennoch nicht missen wollen.


12.5.07 16:34
 


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